„Unverwechselbare Weltstimme im deutschen Protestantismus“

Mitarbeitende des DNK/LWB und Mitwirkende im Einführungsgottesdienst. Foto: DNK/LWB A. Weyermüller

Einweihung der neuen Geschäftsstelle des DNK/LWB

In einem Abendmahlsgottesdienst führte der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Gerhard Ulrich (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland), heute die elf Mitarbeitenden der Geschäftsstelle des DNK/LWB in ihren Dienst ein.

Zum Jahreswechsel hatte sich das DNK/LWB aus der administrativen Verbindung mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gelöst und seine Arbeit eigenständig organisiert. Aufgabe des DNK/LWB ist es, die Beziehungen der elf deutschen Mitgliedskirchen zu der weltweiten Kirchengemeinschaft des Lutherischen Weltbundes (LWB) zu koordinieren und dessen Arbeit zu begleiten und zu fördern.

Dennoch ist und bleibt das DNK/LWB eingebunden in das Netzwerk des deutschen Protestantismus, so Ulrich. Die Zusammenarbeit mit der VELKD und der EKD werde fortgesetzt. „Wir geben diese eine, unverwechselbare Weltstimme hinein in das Konzert der Vielen, als Teil der Vielfalt, in der sich der Glaube entfaltet“, hob der Landesbischof der Nordkirche hervor.

Darüber hinaus erinnerte Ulrich daran, dass Strukturen und Institutionen nur zweitrangig für die Verkündigung des Wortes Gottes sind. Eine klare Verortung des DNK/LWB sei wichtig, damit es seine Funktion als Bindeglied zwischen den LWB-Mitgliedskirchen und dem LWB erfüllen könne.

Gegenseitiges Geben und Nehmen wird potenziert

Der Generalsekretär des LWB, Pfarrer Martin Junge, betonte in seinem Grußwort, dass die Eigenständigkeit die Rolle des DNK/LWB als Koordinierungsinstrument stärken werde. „Ich denke, dass dies zum Vorteil und zur Bereicherung beider Realitäten gereichen wird, die das Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes per Mandat zusammenhält, der globalen und der lokalen. Das gegenseitige Geben und Nehmen wird dadurch potenziert.“ Gleichzeitig lobte er die Ausrichtung des DNK/LWB, das „ganz bewusst auf Kommunikation und Kooperation genordet ist. Nur so kann doch das Nationalkomitee seinen Auftrag wahrnehmen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst eröffnete Ulrich die neuen Büros des DNK/LWB in Hannover. Mit Kreide zeichnete er den traditionellen Segen C + M + B (Chistus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) an die Eingangstür der Geschäftsstelle und wünschte den Mitarbeitenden Gelingen für ihr Wirken in den neuen Räumen.

Zum DNK/LWB gehört außerdem ein LWB-Zentrum in Wittenberg, sowie ein Stipendienreferat in Berlin, das mit dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung arbeitet. Die Geschäftsstelle in Hannover wird von Oberkirchenrat Norbert Denecke geleitet.