Neustart in einem fremden Land

Dschibuti ist ein kleines und armes Land am Horn von Afrika. Trotzdem ist es für viele Menschen ein sicherer Hafen, denn in den Nachbarländern herrschen zahlreiche gewaltsame Konflikte. In den vergangenen Jahren sind Zehntausende Flüchtlinge nach Dschibuti gekommen. Oft sind sie schwer traumatisiert. Der Lutherische Weltbund (LWB) ermöglicht Kindern den Schulbesuch und unterstützt Familien dabei, kleine Handwerksbetriebe zu gründen und so ihre Existenz zu sichern.

Aufgrund blutiger Bürgerkriege und Krisen am Horn von Afrika bleibt vielen Menschen nichts anderes übrig, als ihre Heimat zu verlassen und mit dem Nötigsten zu fliehen. Zwar ist Dschibuti von Kämpfen weitgehend verschont geblieben. Aber durch die seit Jahren ankommenden Flüchtlinge spürt das kleine Land, wie unsicher die Region ist.

Dabei kann Dschibuti den geflüchteten Menschen kaum mehr bieten als Sicherheit. Das Land gehört selbst zu den ärmsten Ländern Afrikas: Jeder Zweite hat hier keine Arbeit und mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Trotzdem kommen die Flüchtlinge meist bei Familien unter und werden von den Einheimischen unterstützt. Häufig reicht das aber nicht für eine menschenwürdige Versorgung.

 

Yausuf Mohamed Faarax in der Tür seines eigenen Geschäfts. Foto: LWB/H. Wikström

 

Hilfe, um auf eigenen Beinen zu stehen

Ohne Einkommen können Flüchtlingsfamilien ihre Kinder oft nicht zur Schule schicken. Eine echte Chance haben Flüchtlinge in Dschibuti meist nur, wenn sie sich mit einem kleinen Handwerk selbstständig machen. Bei dieser Existenzgründung unterstützt sie der Lutherische Weltbund mit einer Anschubfinanzierung für Ausrüstung und Material. Möglich wird dies durch Spendenmittel aus Deutschland.

Auch der 30 Jahre alte Yausuf Mohamed Faarax ist nach Dschibuti gekommen. Der Somalier ist vor dem Bürgerkrieg geflüchtet, dem seine Eltern zum Opfer gefallen sind. Als ihm in einem Lager für intern Vertriebene von einem Wachmann in den Bauch geschossen wurde und er die anschließende Operation nur knapp überlebte, floh Faarax. In Dschibuti-Stadt fand er Zuflucht.

Doch er hatte Probleme, Arbeit zu finden, weil er wegen seiner Verletzung nicht schwer tragen darf. In dieser misslichen Lage finanzierte ihm der LWB nicht nur eine Ausbildung zum Schneider, sondern gab ihm auch eine Nähmaschine und Material als Start in die Selbstständigkeit. Nun steht Faarax auf eigenen Beinen. Genauso wie Wubet Kebede und seine Frau. Die Eltern von zwei kleinen Kindern konnten mit Hilfe des LWB ein Friseurgeschäft eröffnen. 

 

 

Wubet Kebede mit seiner Frau Eden und seinem Sohn Bereket auf dem Arm. Foto: LWB/H. Wikström

 

Der LWB in Dschibuti

Der Lutherische Weltbund engagiert sich seit 2009 für Flüchtlinge in Dschibuti. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Hilfen zur Existenzgründung. Außerdem ermöglicht das Team Kindern den Schulbesuch und stellt auch Mahlzeiten in den Schulen bereit. Der Einsatz des LWB hat sich zunächst auf zwei Flüchtlingslager konzentriert. Mit Unterstützung aus Deutschland konnte die Hilfe auf Dschibuti-Stadt ausgedehnt werden. Bitte helfen auch Sie mit und ermöglichen Sie Flüchtlingsfamilien einen Neuanfang!

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Unterstützen Sie Flüchtlinge, ein Geschäft zu eröffnen.