Hungerkrise: Die Menschen in Äthiopien brauchen Hilfe

Binnenflüchtlinge in der äthiopischen Region Oromia – in Äthiopien leben insgesamt 1,8 intern vertriebene Menschen. Durch den Tigray-Konflikt spitzt sich die Lage zu. Foto: LWB/A. Hillert

400.000 Menschen in Tigray sind von Hunger betroffen

Seit der Tigray-Konflikt im November 2020 zu einem Bürgerkrieg eskaliert ist, verschärft sich die humanitäre Lage in der Region im Norden Äthiopiens zusehends. Neben den Zehntausenden, die in die Nachbarländer geflohen sind, wurden 2,2 Millionen Menschen intern vertrieben. Viele von ihnen haben im Süden Tigrays, rund um die Stadt Mek’ele, Zuflucht gesucht. Dort sind mindestens 23 provisorische Flüchtlingscamps entstanden. Vielfach wurden die Notunterkünfte eiligst in Schulen eingerichtet.

Zeitweise war Tigray von allen Hilfslieferungen abgeschnitten und auch nachdem die äthiopische Regierung Ende Juni eine einseitige Waffenruhe ausgerufen hat, bleibt die Lage angespannt. Laut UNO sind bereits 400.000 Menschen von akutem Hunger betroffen. Schätzungen sagen voraus, dass bis September 4,4 Millionen unter Ernährungsunsicherheit leiden werden.

Der LWB hilft

Zu den wenigen Organisationen, die sich Zugang zum Krisengebiet verschaffen konnten, zählt der Lutherische Weltbund. Seit Anfang des Jahres leistet der LWB gemeinsam mit der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus Hilfe in Tigray. Im April haben Mitarbeitende die Familien in zwei Notunterkünften mit Nahrungsmitteln versorgt. Jede Familie hat 25 Kilogramm Mehl, zwei Liter Pflanzenöl und zehn Kilogramm Famix – eine mit Vitaminen angereicherte Spezialnahrung aus Mais, Weizen und Soja – erhalten. Außerdem verteilt der Lutherische Weltbund Decken, Matratzen sowie Kochsets und transportiert sauberes Wasser in die Region. Hier erfahren Sie mehr über den Hilfseinsatz.

Ein Ende der angespannten Situation ist noch nicht in Sicht. Viele Menschen werden noch lange in den Notunterkünften ausharren und sind weiterhin auf Hilfe angewiesen. Sie müssen dringend mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt werden. Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes nimmt Spenden für die Nothilfe in Tigray entgegen.

 

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