Corona-Hilfe weltweit

Die Corona-Krise hält die ganze Welt in Atem. Besonders schwer könnte es die Menschen im Globalen Süden treffen. Der Weltdienst des LWB hilft in über 20 Ländern, damit die Schwächsten sich vor der Pandemie schützen können. Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes hat zu Spenden für die weltweite Corona-Hilfe aufgerufen (mehr erfahren).

Schutz für die Schwächsten

Covid-19 ist längst zu einer Pandemie geworden. Überall auf der Welt gelten Schutzmaßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Doch diese stellen insbesondere von Armut betroffene Menschen vor große Herausforderungen. Wie geht Social Distancing beispielsweise in einem Flüchtlingscamp, in dem die Unterkünfte dicht an dicht stehen? Wie die Hände waschen in einem Township ohne sauberes Wasser? Und wovon Seife kaufen, wenn es gerade eben für eine Mahlzeit am Tag reicht?

Hinzu kommt, dass die Gesundheitssysteme in vielen Ländern des globalen Südens ohnehin überlastet sind. In Äthiopien kommt etwa nur ein Arzt auf 10.000 Einwohner. Eine massive Corona-Ausbreitung wäre verheerend. Deshalb setzt der Lutherische Weltbund in seinen Länderprogrammen vor allem auf Prävention: Mit Aufklärungskampagnen informieren die LWB-Mitarbeitenden darüber, wie wichtig einfache Maßnahmen wie Händewaschen sind. Außerdem erhalten Geflüchtete Hygieneartikel, mit denen sie ihre Gesundheit schützen.

Äthiopien: Menschen über Hygiene informieren

Anfang Mai waren in Äthiopien 135 Corona-Infektionen bestätigt. Zu Beginn waren es vor allem Auslandsreisende, die infiziert waren. Mittlerweile sind auch Menschen betroffen, die keinen Kontakt ins Ausland hatten. Wenn die Ausbreitung weiter zunimmt, ist das vor allem für die 2,1 Millionen Vertriebenen im Land gefährlich. Sie leben meist auf engstem Raum zusammen. Das beunruhigt auch Sophia Gebreyes, die LWB-Vertreterin in Äthiopien: „Es ist meine größte Sorge, dass sich das Virus verbreitet. Dann wird es nicht mehr zu kontrollieren sein.“

Deshalb konzentrieren sich die Mitarbeitenden des LWB-Weltdienstes in Äthiopien auf vorbeugende Maßnahmen: Mit Bannern und Radio-Spots werden die Menschen an Hygiene-Maßnahmen wie Händewaschen, Desinfektion und Abstandhalten erinnert. Außerdem bereitet sich das Team darauf vor, Wasser, Seife, Kanister und Gesichtsmasken zu verteilen. Bevor die Helferinnen und Helfer jedoch in die Einsatzgebiete dürfen, werden sie sorgfältig auf eine mögliche Infektion überprüft, damit das Virus nicht in Gemeinden gelangt, die zuvor gar nicht betroffen waren. „Wir wollen unsere Hilfe ausweiten, aber wir müssen sehr vorsichtig sein“, erklärt Sophia Gebreyes.

Jordanien: Hygiene-Kits verteilen

In Jordanien waren Anfang Mai insgesamt 461 Corona-Infektionen bestätigt. Die Regierung hat drastische Ausgangssperren verhängt. In Flüchtlingscamps, in denen oft ohnehin schwierige hygienische Bedingungen herrschen, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Im Za’atari-Camp etwa leben rund 76.000 syrische Flüchtlinge auf engstem Raum zusammen. Abstand zu halten, ist dort eine große Herausforderung. Zudem fehlt es an Seife und Desinfektionsmittel.

Bevor sich Corona im Camp ausbreitet, will der LWB dieser Gefahr begegnen: Gemeinsam mit UNICEF wird der Lutherische Weltbund alle 18.000 Haushalte in Za’atari mit Hygienekits versorgen. Jedes Paket enthält zwei Stücke Seife, Waschpulver und Desinfektionsmittel. Außerdem stellen LWB-Mitarbeitende über Facebook und WhatsApp hilfreiche Infos zu Hygiene bereit. Kursangebote wie Stressbewältigung für traumatisierte Menschen finden online statt, um den Betroffenen in dieser Zeit bestmöglich beizustehen.

Irak: Nahrungsmittel bereitstellen

Im Irak waren Anfang Mai 2.296 Fälle von Covid-19 bestätigt. Die Grenzen wurden abgeriegelt, Schulen, Universitäten und Geschäfte geschlossen. Es gelten Ausgangsverbote. Diese treffen vor allem die Millionen von Menschen, die innerhalb des Landes geflohen sind. Viele sind von der Landwirtschaft oder von Gelegenheitsjobs abhängig und haben nun kein Einkommen mehr. Sie können sich und ihre Familien nicht ausreichend ernähren!

Der Lutherische Weltbund ist insbesondere in der kurdischen Region im Norden des Landes im Einsatz, wo rund 1,5 Millionen Flüchtlinge leben. Im Flüchtlingscamp Dawoodia gehen LWB-Mitarbeitende von Tür zu Tür, um die Menschen über das Coronavirus zu informieren und Hygiene-Kits zu verteilen. Vor allem für Mütter wie die 32-jährige Wasila Yazdin ist dies wichtig: „Dank der Hilfe durch den LWB wissen wir, wie wir uns als Familie vor einer Ansteckung schützen können.“ Außerdem plant der LWB-Weltdienst, Pakete mit Grundnahrungsmitteln wie Reis, Salat und Mehl an insgesamt 435 Haushalte zu verteilen. Für die Familien, darunter 300 intern Vertriebene, ist diese Hilfe lebenswichtig.

 

 

Gemeinsam geben wir Menschen auf der ganzen Welt die Chance, gesund zu bleiben!

Bitte helfen Sie mit – jede Spende zählt!

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finanzieren vier Haushalten Hygieneartikel für einen Monat!
versorgen vier Familien mit Nahrungsmitteln für sechs Wochen!