Corona-Hilfe weltweit

Die Corona-Krise hält die ganze Welt in Atem. Immer deutlicher wird: Besonders schwer trifft es die Menschen im Globalen Süden. Der Weltdienst des LWB hilft in über 20 Ländern, damit die Schwächsten sich vor der Pandemie schützen können. Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes hat zu Spenden für die weltweite Corona-Hilfe aufgerufen (mehr erfahren).

Schutz für die Schwächsten

Covid-19 ist längst zu einer Pandemie geworden. Überall auf der Welt gelten Schutzmaßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Doch diese stellen insbesondere von Armut betroffene Menschen vor große Herausforderungen. Wie geht Social Distancing beispielsweise in einem Flüchtlingscamp, in dem die Unterkünfte dicht an dicht stehen? Wie die Hände waschen in einem Township ohne sauberes Wasser? Und wovon Seife kaufen, wenn es gerade eben für eine Mahlzeit am Tag reicht?

Hinzu kommt, dass die Gesundheitssysteme in vielen Ländern des globalen Südens ohnehin überlastet sind. In Äthiopien kommt etwa nur ein Arzt auf 10.000 Einwohner. Eine massive Corona-Ausbreitung wäre verheerend. Deshalb setzt der Lutherische Weltbund in seinen Länderprogrammen vor allem auf Prävention: Mit Aufklärungskampagnen informieren die LWB-Mitarbeitenden darüber, wie wichtig einfache Maßnahmen wie Händewaschen sind. Außerdem erhalten Geflüchtete Hygieneartikel, mit denen sie ihre Gesundheit schützen.

Äthiopien: Menschen über Hygiene informieren

Ende August waren in Äthiopien 45.221 Corona-Infektionen bestätigt. Die Zahl ist in den letzten Wochen exponentiell gestiegen. Wenn die Ausbreitung weiter zunimmt, ist das vor allem für die Ärmsten gefährlich. Sie leben oft in abgelegenen Gegenden und haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Das beunruhigt auch Sophia Gebreyes, die LWB-Vertreterin in Äthiopien: „Es ist meine größte Sorge, dass sich das Virus verbreitet. Dann wird es nicht mehr zu kontrollieren sein.“ 

Deshalb konzentrieren sich die Mitarbeitenden des LWB-Weltdienstes in Äthiopien auf vorbeugende Maßnahmen: Mit Bannern und Radio-Spots werden die Menschen an Hygiene-Maßnahmen wie Händewaschen, Desinfektion und Abstandhalten erinnert. Außerdem plant das Team, Handwaschstationen einzurichten und Hygieneartikel wie z. B. Seife zu verteilen. Bevor die Helferinnen und Helfer jedoch in die Einsatzgebiete dürfen, werden sie sorgfältig auf eine mögliche Infektion überprüft, damit das Virus nicht in Gemeinden gelangt, die zuvor gar nicht betroffen waren. „Wir wollen unsere Hilfe ausweiten, aber wir müssen sehr vorsichtig sein“, erklärt Sophia Gebreyes.

Jordanien: Hygiene-Kits verteilen

In Jordanien waren Ende August insgesamt 1.438 Corona-Infektionen bestätigt. Die Regierung hat zeitweise drastische Ausgangssperren verhängt. In Flüchtlingscamps, in denen oft ohnehin schwierige hygienische Bedingungen herrschen, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Im Za’atari-Camp etwa leben rund 76.000 syrische Flüchtlinge auf engstem Raum zusammen. Abstand zu halten, ist dort eine große Herausforderung. Zudem fehlt es an Seife und Desinfektionsmittel.

Der LWB begegnet der Gefahr der Ausbreitung: Gemeinsam mit UNICEF hat der Lutherische Weltbund bereits 15.000 Haushalte in Za’atari mit Hygienekits versorgt. Jedes Paket enthält zwei Stücke Seife, Waschpulver und Desinfektionsmittel. Weitere Verteil-Aktionen sind geplant. Über Facebook und WhatsApp stellen LWB-Mitarbeitende hilfreiche Infos zu Hygiene bereit. Auch Kursangebote wie Stressbewältigung für traumatisierte Menschen finden online statt. Außerdem sollen Bewohnerinnen aus Za’atari in Kürze damit beginnen, Behelfsmasken zu nähen, um sie den Menschen im Camp und in den umliegenden Gemeinden kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Irak: Nahrungsmittel bereitstellen

Im Irak sind die Infektionszahlen in den letzten Monaten enorm angestiegen. Waren Anfang Juni noch rund 500 Fälle von Covid-19 bestätigt, so stieg die Zahl bis Ende August auf 215.784. Noch immer gelten Reisebeschränkungen. Die zeitweise verhängten Ausgangsverbote haben vor allem die Menschen getroffen, die innerhalb des Landes geflohen sind. Viele sind von der Landwirtschaft oder von Gelegenheitsjobs abhängig und konnten kein Geld verdienen. Um ihre Familien zu ernähren, mussten viele Schulden machen, die sie wiederum in weitere Existenznöte treiben.

Der Lutherische Weltbund ist insbesondere in der kurdischen Region im Norden des Landes im Einsatz, wo rund 1,5 Millionen Flüchtlinge leben. In verschiedenen Flüchtlingscamps und Gemeinden gehen LWB-Mitarbeitende von Tür zu Tür, um die Menschen über das Coronavirus zu informieren und Hygiene-Kits zu verteilen. Außerdem hat der LWB-Weltdienst insgesamt 435 Haushalte mit Grundnahrungsmitteln wie Reis und Mehl versorgt. Für die Familien, darunter 300 intern Vertriebene, ist diese Hilfe lebenswichtig, wie auch die junge Mutter Khame Asaf Hamo betont: „Die Nahrungsmittel schenken uns Leben, Stabilität und das Gefühl, zu Hause zu sein.“

 

 

Gemeinsam geben wir Menschen auf der ganzen Welt die Chance, gesund zu bleiben!

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