Corona-Hilfe weltweit

Die Corona-Krise stellt besonders die Menschen im Globalen Süden vor enorme Herausforderungen. Der Lutherische Weltbund (LWB) hilft in über 20 Ländern, damit die Schwächsten sich vor der Pandemie schützen können. Das Deutsche Nationalkomitee hat zu Spenden für die weltweite Corona-Hilfe aufgerufen (mehr erfahren).

Das Coronavirus bedroht noch immer Millionen Menschenleben auf der ganzen Welt. Vor allem Länder, die von Flucht, Vertreibung und Armut betroffen sind, haben der Pandemie nur wenig entgegenzusetzen. Oft sind bereits einfache Schutzmaßnahmen unmöglich: Wie geht Social-Distancing beispielsweise in einem Flüchtlingscamp, in dem die Unterkünfte dicht an dicht stehen? Wie die Hände waschen in einem Township ohne sauberes Wasser? Und wovon Seife kaufen, wenn es gerade eben für eine Mahlzeit am Tag reicht? Hinzu kommt, dass die Gesundheitssysteme in vielen Ländern des Globalen Südens ohnehin überlastet sind. Eine massive Corona-Ausbreitung wäre verheerend.

Schutz für die Schwächsten

Der Lutherische Weltbund steht den Menschen in allen seinen Länderprogrammen während der Corona-Pandemie zur Seite. Ein Schwerpunkt ist nach wie vor die Prävention – etwa durch Aufklärungskampagnen und Hygieneartikel. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, die Folgen der Krise abzumildern. Denn viele Menschen haben ihre Verdienstmöglichkeiten verloren und brauchen Unterstützung, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

 

Im Irak hat der Lutherische Weltbund Nahrungsmittelpakete verteilt – für viele eine lebenswichtige Hilfe. (Foto: LWB Irak)

 

Wie zum Beispiel im Nordirak: Dort leben viele Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden. Es herrscht große Armut. Während der coronabedingten Ausgangssperren fehlten auch noch die Möglichkeiten, mit Gelegenheitsjobs etwas Geld zu verdienen. Der Lutherische Weltbund hat in der Region Summel im Nordirak insgesamt 855 Haushalte mit Grundnahrungsmitteln wie Reis und Mehl versorgt. Die Familien waren unendlich dankbar. Die junge Mutter Khame Asaf Hamo beschreibt es so: „Essen bedeutet Leben und es gibt uns das Gefühl von Zuhause und Geborgenheit in diesen schwierigen Zeiten.“

In Jordanien haben Hunderttausende vor dem Krieg in Syrien Zuflucht gesucht. Allein im Za’atari-Camp leben über 76.000 Menschen – meist auf engstem Raum und ohne genug Seife oder Desinfektionsmittel. Gemeinsam mit UNICEF hat der Lutherische Weltbund alle 15.000 Haushalte in Za’atari mit Hygiene-Kits versorgt. Jedes Paket enthält zwei Stücke Seife, Waschpulver und Desinfektionsmittel. Auch in den Regionen Irbid und Zarqa sollen Hygieneartikel verteilt werden. Außerdem ist vor kurzem ein Projekt gestartet, in dem Frauen aus Za’atari Behelfsmasken für die Menschen im Camp und die umliegenden Gemeinden nähen

 

In Äthiopien verteilt der Lutherische Weltbund Wasserkanister und verschafft den Menschen Zugang zu sauberem Wasser. (Foto: LWB/C. Kästner)

 

In Äthiopien leben zahlreiche Menschen in abgelegenen Gegenden und haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Das beunruhigt auch Sophia Gebreyes, die LWB-Länderrepräsentantin in Äthiopien: „Es ist meine größte Sorge, dass sich das Virus verbreitet. Dann wird es nicht mehr zu kontrollieren sein.“ Die Mitarbeitenden des Lutherischen Weltbundes machen mit Bannern und Radio-Spots auf Hygiene-Maßnahmen wie Händewaschen, Desinfektion und Abstandhalten aufmerksam. Außerdem plant das Team, Handwaschstationen einzurichten und Hygieneartikel wie z. B. Seife zu verteilen.

Helfen Sie mit!

Ein Ende der Pandemie ist noch immer nicht in Sicht und das gesamte Ausmaß noch lange nicht abzusehen. Doch feststeht: Die Menschen im Globalen Süden brauchen weiterhin Hilfe. Bitte unterstützen auch Sie die weltweite Corona-Hilfe des Lutherischen Weltbundes!

Jetzt spenden:

Finanzieren Sie vier Haushalten Hygieneartikel für einen Monat!
Füllen Sie eine Handwaschstation mit Wasser für zwei Monate!
Versorgen Sie vier Familien mit Nahrungsmitteln für sechs Wochen!