„Churches-for-Future“?

Mitglieder des Jugendausschusses des DNK/LWB beit der Sitzung in Rastede. Foto: Jugendausschuss DNK/LWB

Jugendausschuss diskutiert aktuelle kirchen- und klimapolitische Bewegungen      

DNK/LWB – Am ersten Märzwochenende traf sich der Jugendausschuss des DNK/LWB in Rastede auf dem Gebiet der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Erstmalig nahmen Megan Schuster von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und Jannik Schröder von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg teil. 

Nachdem im September in Stuttgart das Thema „Erneuerung der Kirchen“ in Anlehnung an die Zwölfte LWB-Vollversammlung in Namibia für die Zeit bis zur nächsten Vollversammlung als inhaltlicher Arbeitsschwerpunkt ausgewählt wurde, beschloss der Ausschuss nun, den Fokus auf den Bereich der verschiedenen Gottesdienstformen zu richten.

Die neue Jugendreferentin des LWB, Pranita Biswasi, stattete dem Jugendausschuss zum gegenseitigen Kennenlernen einen Besuch ab. Sie präsentierte einen Ausblick auf die internationalen Aktivitäten der Jugenddelegierten in den nächsten Jahren. Auch bei vielen inhaltlichen Diskussionen verhalf ihre Meinung zu neuen Denkansätzen.

Schwerpunktthema Gottesdienst

Um einen Überblick über die Vielfältigkeit von Varianten eines Gottesdienstes zu erlangen, sprachen die Ausschussmitglieder als Einstieg über eigene Erfahrungen und darüber, wie prägend sie waren. Diesbezüglich wurden die Unterschiede zwischen einzelnen Landeskirchen bewusst. Auf diese Weise bekamen die Ausschussmitglieder neue Denkanstöße zu Gottesdienstformen, die ihnen zuvor unbekannt waren.

Auch der Blick in die Ökumene und auf Gottesdienstformen in anderen Konfessionen machte nochmals deutlich, wie groß das Spektrum an Frömmigkeitsstilen und liturgischen Formaten ist. Immer wieder stand die Frage im Raum, welche bewährten und liebgewonnen Traditionen es zu bewahren gilt und wo in den jeweiligen Kirchen eine größere Wertschätzung neuer Formen nötig wäre, damit junge Erwachsene in den Gottesdienstkirchen eine Heimat finden.

Engagement für das Klima

In Anlehnung an den Bericht von der Klimakonferenz COP24, an der Helena Funk teilgenommen hatte, diskutierte der Ausschuss intensiv und ausführlich über das aktuelle klimapolitische Engagement – sowohl in Deutschland als auch weltweit.

Seit 1977 setzt sich der LWB für globale Klimagerechtigkeit ein, animiert Kirchen CO2-neutral zu werden und versteht Klimawandel als eine generationsübergreifende, schöpfungstheologische Thematik. Eines der Unterthemen der Zwölften LWB-Vollversammlung 2017 in Namibia war zudem „Schöpfung – für Geld nicht zu haben“. Somit begrüßt es der Jugendausschuss sehr, dass bereits viele Mitgliedskirchen Anstrengungen zu mehr Klimagerechtigkeit unternehmen. 

Außerdem sprachen die Ausschussmitglieder auch über Pro und Kontra der von Jugend geleiteten Bewegung FridaysForFuture und des globalen Klimastreiks am 15. März 2019.

Des Weiteren wurde in der Diskussion mehrfach betont, dass Klimagerechtigkeit zum einen des politischen Engagements bedarf, zum anderen aber auch den individuellen Lebensstil betrifft. Somit wurden alle herzlich eingeladen, ab Aschermittwoch an der Aktion “Kimafasten” teilzunehmen und dieses Jahr in der Fastenzeit einen Fokus auf die Nachhaltigkeit des eigenen Lebensstils und den eigenen ökologischen Fußabdruck zu setzen (https://www.fussabdruck.de/). Hinweisen möchten die Ausschussmitglieder auch auf die Möglichkeit des CO2-Ausgleiches, z.B. über die Anbieter Klimakollekte oder Atmosfair.

Jugendliche und junge Erwachsene in einigen Landeskirchen haben sich zu dem Thema auch schon positioniert. Die Statements stehen hier zur Verfügung:

 

Von Henrike Körner, Redaktion DNK/LWB