Auf dem Weg zur Weltklimakonferenz COP24 in Polen

Im Kirchenzentrum der Vereinten Nationen holt Helena Funk (3.v.l.) Tipps bei Rebekka Pohlmann, Dennis Frado und Christine Mangale, die dort für den LWB tätig sind. Foto: Doug Hostetter

Jugenddelegierte Helena Funk besucht das UN Kirchenbüro und die Organisation GreenFaith in New York

New York, USA/Hannover (DNK/LWB) – Im vergangenen Jahr war Helena Funk, Jugenddelegierte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, für den Lutherischen Weltbund (LWB) bei der UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn dabei und hat erste Erfahrungen mit Zusammenkünften dieser Größenordnung gesammelt. In diesem Jahr bereitet sie sich auf die Teilnahme an COP24 vor, die vom 2. bis 14. Dezember in Katowice (Polen) stattfindet. Dazu nutzte sie ihr Auslandsjahr in den USA und besuchte die Außenstelle des LWB im Church Center for the United Nations in New York sowie die interreligiöse Organisation GreenFaith.

Tipps für Advocacy-Arbeit

Im Kirchenzentrum für die Vereinten Nationen, das direkt gegenüber vom Hauptquartier der Vereinten Nationen liegt, trifft sie unter anderem auf Rebekka Pohlmann aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die ein Sondervikariat beim LWB in New York absolviert. „Das Büro für die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) in Bonn ist die Fachstelle für Klimapolitik“, weiß Pohlmann. „Im UN Hauptquartier spielt Klimagerechtigkeit als Querschnittsthema eine Rolle, beispielsweise bei Debatten über Migration und Sicherheit.“ Ein anderes Beispiel sind Initiativen von Frauen, die in vielen Ländern für die Ernährung der Familie die Verantwortlichen sind, und inzwischen nicht nur Ernährungssicherheit, sondern Ernährungssouveränität fordern. Das sei somit ein Thema mit Brücken zur Klimapolitik und relevant für die Konferenz in Polen.

Da im Kirchenzentrum für die Vereinten Nationen Fachleute für Advocacy-Arbeit tätig sind, hat sich Helena Funk wertvolle Tipps geben lassen für die Herangehensweisen an die nächste Klimakonferenz und für die Arbeit mit internationalen Abgeordneten.

Religionen und klimafreundliche Lebensstile

Türen öffnen für lokales Handeln und Netzwerke herstellen – und dies religionsübergreifend – hat sich interreligiösen Organisation GreenFaith auf die Fahnen geschrieben. Anknüpfend an die interreligiöse Erklärung „Walk on Earth Gently”, die anlässlich der Weltklimakonferenz COP23 in Bonn präsentiert worden war, hat GreenFaith in den vergangenen Monaten eine globale Online-Schulung, das erste „Sustainable Living Leadership Program“ (Leitungsprogram für nachhaltige Lebensstile) durchgeführt, die Akteure unterschiedlicher Religionen zum nachhaltigen Handeln auf lokaler Ebene befähigen will.

Angespornt durch ihre Teilnahme an dieser Online-Schulung, veranstaltete Helena Funk mit Mitstudierenden ihrer Universität ein interreligiöses Klimadinner. Junge Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Erde und mit unterschiedlichem religiösen Hintergrund konnten sich hierbei austauschen, wie Klimagerechtigkeit Teil der unterschiedlichen Religionen sein kann. Sie organisierte dies im Rahmen der ersten “Week of Living the Change” mit weltweit 100 Veranstaltungen zu nachhaltigen Lebensstilen in Religionsgemeinschaften in über 24 Ländern .

„Ich hoffe, dass bei der nächsten Klimakonferenz in Polen Leitungspersonen unterschiedlicher Religionen enger zusammenarbeiten und neben dem politischen Einfluss, den sie geltend machen können, weitere Türen geöffnet werden für lokales Handeln“, so der Ausblick von Helena Funk.