Entwicklung: Unsere Weltdienstprojekte
Im Jahr 2011 werden vom Hauptausschuss des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) wieder viele Projekte der LWB-Abteilung für Weltdienst unterstützt. Die Förderhöhe liegt 2011 bei 290.000 Euro. Auch Ihre Kollektengabe oder Spende hilft uns zu helfen. Zum Beispiel in:
Äthiopien
Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen ist auf dem Land in Äthiopien immer noch weit verbreitet. Eng damit verbunden ist der Kampf gegen HIV und Aids. Gegen beides hilft Aufklärungsarbeit und ein Bewusstseinswandel in der Bevölkerung - und starke Frauen!
Burundi
Burundi ist ein vergessenes Land in Afrika und gilt mitunter als ärmstes Land der Welt. In den Dorf Nyamugari in Burundi baut der LWB einen Anbau an einen Gesundheitsposten für Geburten. Seitdem müssen schwangere Frauen nicht länger ohne Arzt gebären oder 15 km über schlechte Straßen ins nächste Krankenhaus getragen werden. Die Sterblichkeit von Müttern und Kindern wird dadurch erheblich reduziert.
Dschibuti
15.000 Flüchtlinge leben im Flüchtlingslager der Vereinten Nationen Ali Addeh in Djibuti, eines der ärmsten und trockensten Länder Afrikas. Der LWB unterhält in dem Lager eine Primarschule für über 2.000 Schülerinnen und Schüler bis zur achten Klasse.
Kolumbien
Über 50 Jahre sozialer und politischer Konflikte haben ca. 3 Millionen Menschen zu Flüchtlingen in ihrem eigenen Land gemacht. Während "legale" und "illegale" bewaffnete Kämpfer weiterhin Menschenrechte verletzen und Internationales Humanitäres Recht ignorieren, lebt die Hälfte der Bevölkerung Kolumbiens in Armut.
Nicaragua
Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Hunger und chronische Unterernährung sind in manchen Gebieten Alltag. Landeskenner schätzen die Arbeitslosenquote auf 60 bis 65 Prozent. Die Analphabetenquote, die unter der sandinistischen Regierung von 50 auf zehn Prozent gesenkt werden konnte, stieg in den vergangenen 15 Jahren neoliberaler Politik wieder auf 40 Prozent an.
Palästina
Isam ist 17 Jahre alt und lebt in einem kleinen Ort in der Westbank in der Nähe von Ramallah. Sein Vater hat vor acht Monaten seine Arbeit verloren und die Familie lebt am Rande des Existenzminimums. Die Arbeitslosigkeit ist seit der zweiten Intifada im Jahr 2000 auf geschätzte 40-65 Prozent gestiegen. Der Mauerbau, der den Weg zwischen Familien, zu Krankenhäusern, Schulen und Arbeitsplätzen abschneidet, hat diese Entwicklung noch verschärft.
Uganda
Wasser - Lebensgrundlage aller Wesen und ein fundamentales Menschenrecht. In Uganda unterstützt der LWB Gemeinden durch den Bau von Brunnen, die die Grundlage bilden für Gesundheit und Entwicklung.
Oder Sie möchten lieber eine bestimmte Personengruppe direkt unterstützen, z. B.:
Kindersoldaten wie David
David war zehn Jahre alt, als er im Norden Ugandas von den Rebellen der "Widerstandsarmee Gottes" (LRA) entführt wurde. Gleich am ersten Abend wurde ihm klar, dass sein Leben nichts mehr wert ist: Ein mit ihm entführtes Mädchen wurde kurzerhand erschlagen, als es nicht mehr laufen konnte. Seit etwa 20 Jahren kämpft die LRA gegen die ugandische Regierung.
Aids-Waisen wie Leonhard
Jeden Morgen um sechs Uhr weckt Prudentio Sseguya (14) seine Brüder Leonhard (12) und Anatoli (10). Zusammen arbeiten sie in ihrem kleinen Garten und bringen das Haus in Ordnung, bevor sie um kurz vor acht zur Schule gehen. Die Brüder leben in Kaliiro, einem kleinen Ort im Rakai-Distrikt in Süduganda.
Kranken Kindern wie Muna und Hadiyyah
Muna (12) und Hadiyyah (14) kommen zweimal wöchentlich aus ihrem Dorf in der Westbank mit dem Bus zur Dialyse ins Auguste-Victoria-Krankenhaus auf dem Ölberg. Ihr Leben hängt von der Behandlung in diesem Krankenhaus in Ost-Jerusalem ab, das als einzige Klinik in den palästinensischen Gebieten über Dialyse-Einrichtungen für Kinder verfügt.
Mädchen wie Bior
Eigentlich hätte über der Hütte von Kuer Deng Biors Familie schon längst die Flagge wehen müssen. Damit signalisiert man im Südsudan und im Norden Kenias, dass hier ein heiratsfähiges Mädchen lebt. Und Bior ist schließlich schon 17 Jahre alt. Andere Mädchen ihres Alters haben normalerweise schon mindestens zwei Kinder. Doch Biors Eltern haben sich überreden lassen, ihre Tochter die Primarschule bis zum Abschluss besuchen zu lassen. So büffelt Bior jetzt in der 7. Klasse.